2013 Protest gegen Tiere im Zirkus


2013 Protest gegen Tiere im Zirkus

Protest gegen die Kooperation der Aids-Hilfe Hamburg mit dem Zirkus Knie zur „Gay Circus Night“

Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen,

Mit Entsetzen und Unverständnis haben wir erfahren,  dass ihr mit dem Zirkus Knie kooperiert, der die Gay Circus Night veranstaltet. Wahrscheinli ch habt ihr dabei an die € 2,- pro Karte gedacht, die an euch gehen, und vielleicht auch, da ss Glitzer, Glamour, „schöne Männer und mutige Frauen“ in der faszinierenden Zirkuswelt  dem schwullesbischen Publikum gefallen.

Ja, Zirkus, das ist Glitzer, Glamour, Musik und Ner venkitzel. Aber nur für uns Menschen. Für die Tiere, die dort präsentiert werden, bedeutet der Zi rkus ein Leben in einem winzigen Käfig, Gewalt, Schmerzen und Erniedrigung. Mit Dreizack, Peitsche, Elektroschock, Futterentzug  und anderen Foltermethoden werden den Tieren von den DompteurInnen die Tricks eingeprügel t. Eine Raubtiernummer ohne Stromschlaggerät oder Dreizack gibt es nicht! Sie w erden in der Manege geschickt getarnt, damit die ZuschauerInnen von der Brutalität nichts merken. Bei der Dressur spielen Angst und Gewaltausübung eine wesentliche Rolle. Immer muss d er Wille des Tieres gebrochen werden, und es hat keine andere Wahl, als sich dem Willen s einer BeherrscherInnen zu fügen. Sein Gehorsam ist Resignation. Was geschieht wohl mit de n Tieren, denen es nicht gelingt, ihren natürlichen Willen aufzugeben – und dadurch ihre Fu tterkosten und den Erfolg ihrer DompteurInnen einzuspielen? Nicht weniger schlimm als die Auftritte in der Mane ge ist der Rest der Tageszeit für die Tiere. Sie sind zur Untätigkeit verdammt in ihren Käfigen, ohne ihr natürliches Bewegungsbedürfnis ausleben zu können, und somit permanent Stress ausg esetzt. Das gilt auch für die immer wieder geforderte Unterwerfung beim Einüben der Dre ssurakte.

Sind euch diese Fakten bisher nicht bekannt gewesen ? Bitte informiert euch doch weiter darüber, was Zirkus für die dort versklavten Tiere wirklich bedeutet, beispielsweise unter http://www.tierbefreier.de  oder http://www.tierrech te.de

Gerade von einer großen, etablierten Einrichtung wi e der Aidshilfe erwartet man, dass die unterstützten Projekte und Veranstaltungen ethische n Prinzipien folgen. Wir als Lesben und Schwule wissen doch, wie wichtig Solidarität ist...

Wenn ihr mal wieder eine Kooperation mit einem Zirk us eingehen wollt, gibt es übrigens genug Auswahl an Zirkussen, die ohne Tiere arbeiten. In d eren Programm sind dann wirklich schöne und mutige Männer und Frauen zu bewundern, die kein e Tiere ausbeuten.

Mit freundlichen Grüßen Miriam Löhr, Reingard Wagner, Katharina Jacob, Heik e Mews, Bea Trampenau (der Vorstand von Intervention e. V.)

 

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