Gegen Abschiebung


Gegen Abschiebung

Aufforderung von Intervention e.V. an die Senatsverwaltung für Inneres und Sport in Berlin gegen die Abschiebung der lesbischen Iranerin Yasmin K. vom September 2007:


Sehr geehrter Herr Innensenator Dr. Körting,

mit großer Sorge erfüllt uns das Schicksal der lesbischen Iranerin Yasmin K., die von der Abschiebung in den Iran bedroht ist. Kein abgelehnter homosexueller Asylbewerber darf in den Iran abgeschoben werden, da dies eine Abschiebung in den Tod wäre.

Presseberichten zufolge wurde Yasmin K. im letzten Jahr zum Tod durch Steinigung verurteilt, nachdem sie über die Türkei nach Deutschland geflohen war.

Immer wieder werden Lesben und Schwule wegen ihrer Homosexualität im Iran hingerichtet. Im Juli 2005 wurden laut Berichten aus dem Iran zwei Jugendliche wegen homosexueller Beziehungen im Norden des Landes gehängt. In den vergangenen Wochen gab es eine regelrechte Hinrichtungswelle. Auch viele Homosexuelle sollen ihr zum Opfer gefallen sein.

Das iranische Strafrecht ist eindeutig:

§ 110: Die Strafe für homosexuelle Handlungen ist die Todesstrafe. Die Tötungsart steht im Ermessen des religiösen Richters.
§ 111: Der homosexuelle Verkehr wird dann mit dem Tode bestraft, wenn der aktive und der passive Täter mündig und geistig gesund sind und aus freiem Willen gehandelt haben.
§ 129: Die Strafe für die lesbische Liebe sind 100 Peitschenhiebe für jede.
§ 131: Wenn die lesbische Liebe drei Mal wiederholt und jedes Mal mit Peitschenhieben bestraft worden ist, ist die Strafe beim vierten Mal die Todesstrafe.

Deshalb fordern wir Sie auf, alles zu tun, damit Yasmin K. nicht abgeschoben wird, sondern eine Aufenthaltserlaubnis oder Duldung in Deutschland erhält.

Mit freundlichen Grüßen

Vorstand Intervention

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