2002 Die "Bild" nennt Vereinsarbeit Verschwendung


2002 Die "Bild" nennt Vereinsarbeit Verschwendung

Bild empfiehlt Streichung des JungLesbenZentrum

Unter der Headline „Geld für junge Lesben. Geld für männliche Prostituierte. Geld für Graffiti-Sprayer. Die Verschwendungsliste des Senats“ beschreibt die Bildzeitung vom 28.8.02 über die Vereinsförderungen durch die Stadt in 2001: „Brauchen Sie Geld? Kein Problem. Gründen sie in Hamburg einen Verein. ...“

Dieser Ansatz stellt einen Angriff auf die Grundfesten unseres Staates, dem Subsidiaritätsprinzip dar. Dieses regelt, dass gemeinnützige Vereine durch Millionen Stunden ehrenamtlicher Arbeit notwendige Staatsaufgaben übernehmen sollen und dafür gefördert werden.

Die Bildzeitung heizt mit der Auflistung verschiedenster wichtiger sozialer und kultureller Arbeiten den weiteren Sozialkahlschlag des Senats an und erwähnt nicht die erfolgten radikalen Kürzungen.

Die pauschale Verurteilung des Autors Christian Kersting von kulturellen Projekten wie der Fabrik, der DGB-Bildungsarbeit, dem Arbeitslosenhilfetelefon, dem Tierschutzverein, AIDS-Präventivprojekten wie BASIS e. V. und Prävention e. V. und v. a., den Frauenprojekten (BAFF, BIFF, Denkträume, Waage, Intervention e. V.). Angeführt wird die Liste der Verschwendungen von der Förderung des JungLesbenZentrums von Intervention e. V.
Inhaltlich falsch wird vorangehend behauptet, dass Förderung „oft ganz und gar ohne Kontrolle“ stattfindet.

Unkontrolliert kann nur die Bildzeitung behaupten – ohne Möglichkeit der Richtigstellung.

Wir verwehren uns gegen eine solche falsche, antidemokratische und auf dem Rücken von Minderheiten stattfindende Meinungsmache für einen laubsaugenden Bürgermeister.
(Bildunterschrift: „CDU-Bürgermeister 0le von Beust möchte das verschwendete Geld am liebsten per Laubsauger wieder einsammeln.“)

Am 13.04.2004 empfahl die Bildzeitung erneut die Streichung der Förderung des JungLesbenZentrum unter der Überschrift: „Warum fällt der Stadt das Sparen so schwer?“

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